König Hupf im schwarzen Licht
Am vergangenen Dienstag fand in der Jugendkapelle der St. Nicolai-Gemeinde in Wyk auf Föhr ein Theater im Schwarzlicht statt. Fünf Jugendliche unter der Leitung von Pastorin Hanna Wichmann führten das Stück „König Hupf der Erste“ auf, basierend auf dem Kinderbuch von Helme Heine.
Zuschauer waren Kinder bis zur zweiten Klasse mit ihren Eltern und Großeltern. Zu Beginn wurden die kleinen Zuschauer in die Dunkelheit mitgenommen, in dem die Schauspieler ihnen ihre schwarze Kleidung, Kopfbedeckung und Handschuhe vorführten. Schon allein das beeindruckte alle! Wer trägt schon bei uns eine pechschwarze „Komplettverschleierung“, durch die man durchgucken kann!
Das eigentliche Theaterstück dauerte zwanzig Minuten. Die kleinen und großen Zuschauer sahen fasziniert zu, wie König Hupf ‒ aus Pappe, mit Neonfarben bemalt ‒ schier aus dem Nichts erschien. Sie erlebten voller Freude mit, wie der König abends im Bett hüpfte, um besser einschlafen zu können. Sie litten mit ihm, als die Minister beschlossen, dass es „unter der Würde eines Königs sei, im Bett zu hüpfen”, wie es der Erzähler verkündete.
Der König wurde ganz krank, weil er nicht mehr hüpfen durfte und ihn die täglichen Sorgen erdrückten. Doch natürlich nahm alles ein gutes Ende, da der kranke König vor seinem Tod doch noch einmal hüpfen durfte. Da erkannten alle – sogar die Minister – wie gesund es ist, wenn man einfach aus lauter Lebenslust und ohne an etwas zu denken im Bett hüpft.
Unter lautem Applaus ging das Licht wieder an und Jakob Schulz, Anton Wichmann und Paula Schöllknecht nahmen ihre Schwarzlichtmasken ab und verbeugten sich gemeinsam mit Fabian Stamer, dem Erzähler und Techniker hinter der Bühne, und Lars Rune Christiansen, der bei der Aufführung den Part des Lichttechnikers übernommen hatte.
Nach der kleinen Aufführung durften die Kleinen selbst ins „schwarze Licht“ eintauchen und wollten gar nicht mehr heraus, weil es ihnen da so gut gefiel. Sogar einige Erwachsene ließen weiße Seile im Schwarzlicht tanzen und hatten dabei mindestens so viel Spaß wie König Hupf I. beim Hüpfen.
Paula Schöllknecht, 16 Jahre
Unter dem Begriff Schwarzlichttheater versteht man eine besondere Form des Theaterspiels, bei der in einem völlig verdunkelten Raum bzw. auf einer Bühne agiert wird. Als einzige Lichtquelle dienen Schwarzlicht-Lampen (UV-Licht), die ausschließlich weiße und neonfarbene Gegenstände oder Kleidungsstücke zum Leuchten bringen und somit für die Zuschauer sichtbar erscheinen lassen. Schwarze Farbe hingegen wird „geschluckt“: Schwarz gekleidete Spieler bleiben in diesem Licht unsichtbar. Auf diese Weise lassen sich erstaunliche Effekte und Illusionen erzeugen: Gegenstände (oder auch Personen) scheinen zu schweben, erscheinen oder verschwinden urplötzlich.
Quelle: wikipedia.de
Wer Lust hat, selbst einmal „schwarzes Theater“ zu erleben, der kann sich beim Evangelischen Kinder- und Jugendbüro (EKJB > mehr…) eine provisorische Bühne ausleihen, die ‒ an einem Wäscheseil aufgehängt – erste Versuche mit Schwarzlichttheater zulässt. Viel Spaß dabei!
